Woher kommen die Palästinenser?

Anmerkung AhuvaIsrael: Seit vielen Jahren erhalte ich die monatlich erscheinende, kleine deutschprachige Broschüre von „Maoz-Irael“ mit immer guten Beiträgen. Es handelt sich bei Maoz-Israel um messianische Geschwister, die in Israel zu Hause sind. Der nachfolgende Beitrag „Woher kommen die Palästinener?“ gibt einen so guten Überblick über das „Volk, dass es in dieser Form, wie wir es heute erleben, nie gegeben hat. Aber lesen Sie selbst über die Lüge in dieser Angelegenheit, die die ganze Welt „kirre“ gemacht hat, liebe Besucher von „Regenbogen I – Israel-Nationen aktuell“_______________________ENDE

Titel - maoz-israelBeitrag von S. Sorko-Ram

Niemand bestreitet, dass das Heilige Land – wie auch der Rest des Nahen Ostens – 400 Jahre lang unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches war, bis die Briten 1917 das historische Land Israel eroberten.

Was die meistem Maschen aber nicht wissen, ist die Tatsache, das es während der osmanischen Zeitspanne den Arabern das Konzept eines Nationalstaates mit festen Grenzen fremd war. Das war ein komplett europäisches Konzept. Für die Araber war ihre stärkste Identität die Religion und die Sprache, also der Islam und Arabisch. Auch heute noch sehen sich die Araber als Teil der „Arabischen Nation“, die aktuell aus 22 arabischen Nationen besteht.

Es ist nicht so, dass es ansonsten kein identifizierbares Territorium im Nahen Osten gegeben hätte. Ägypten war seit uralten Zeiten Ägypten. Syrien war ebenfalls eine bekannte Region. Bevor die Briten kamen, fühlten sich die Araber, die im Heiligen Land und seiner Umgebung lebten, Damaskus zugehörig: sie bezeichneten sich selbst als Süd-Syrer.

PALESTINEAlso woher kommt „Palästina“? In Bibeln wurden westliche Landkarten von Palästina abgedruckt, wahrscheinlich schon seit es Druckpressen gab. Solche Landkarten . die im 19. Jahrhundert entstanden, findet man leicht im Internet. Aber diese Karten zeigen hauptsächlich die historischen Stämme Israels und deren Städte und Ortschaften und nicht Karten von „Palästina“ mit Dörfern und Städten, die in 1800 Jahren existierten.

Der gesamte Beitrag – siehe  nachstehendem pdf.Datei – es lohnt sich sehr ihn zu lesen:

Woher kommen die Palästinenser?

 

 

 

 

 

Israel vor langer, langer Zeit – Ein Rückblick in die Geschichte

Anmerkung AhuvaIsrael: den nachfolgenden Beitrag habe ich heute (30. Aogust 2015) bei der Suche nach Brief gefunden. Ich finde ihn interessant genug um den Inhalt zu scannen – und hier einzubringen. Die Bilder habe ich aus meinem persönlichen Repertoire übernommen_________________!

Titel für Herzlvon Rolf von Ameln

   Der blonde Architekt aus Berlin, der blauäugige Facharzt aus Wien. Der dunkelhäutige Schafjirte aus dem Jemen und der kleine gehbinherte Pferdehändler aus Lublun, was haben sie gemeinsames?

  Rein äußerlich sind sie so verschieden wie Engländer und Süditaliener, wie Araber und Norweger, wie Deutsche und Südamerikaner. Worin besteht das einigende Band, das die über alle Welt zerstreuten Juden während einer Zeitspanne von mehr als 1800 Jahren zusammenhält? Welches waren die Triebkräfte, die die historische Kontinuität dieses Volkes aufrechterhielten, auch wenn der Staat und das Staatsgebiet fehlten? Sicherlich hat der Antisemitismus der „Gastvölker“ zur jüdischen Einigkeit beigetragen. Aber auch das geschichtliche Erlebnis der Diaspora, die Jahrtausende dauernde Absonderung von den übrigen Völkern hielt das jüdische Volksbewußtsein wach.

   Und dennoch: Das Judentum ist mehr als eine Religionsgemeinschaft; es ist eine anthropologische Einheit..! Ist die zionistische Bewegung nur zufällig erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden? Der Zionismus wurde ausgelöst durch den Antisemitismus unter den „Gastvölkern“. Es gibt aber noch eine weitere Erklärung für die zeitlich nicht zufällige Entstehung der zionistischen Bewegung. Im 19. Jahrhundert wurden nicht nur die mittelalterlichen Befestigungen der meisten europäischen Städte niedergelegt, sondern auch die geistigen Schranken unter den verschiedenen Gesellschaftsklassen. In der Gesetzgebung des Rechtsstaates und in der Wirtschaftssphäre des modernen Kapitalismus war für das Ghetto kein Platz mehr. Im Westen befand sich eine mehr oder weniger assimilierte jüdische Minderheit, die in Deutschland käiserlich, in Osterreich K.u.K., in England probritisch gesinnt war. Aus diesen Gesellschaftsschichten entwickelte sich die schärfste Gegnerschaft gegen die zionistischen Dissimilisationstendenzen, weil die zu hohen Stellungen in der „Hierachie der Gastvölker“ gelangten Juden vor einen Gewissenskonflikt gestellt wurden.

   Der Zionismus war aber nun andererseits der Ausweg, der dem jüdischen Volk die Weiterexistenz sicherte. Vor allem aber war an vielen Orten die Integration nicht voll geglückt oder einseitig. Palästina war während Jahrhunderten ein Land ohne Juden und die Juden ein Volk ohne Land geworden. Nich bei allen in Westeuropa, wohl abr in den osteuropäischem Gh blieb der geistige Zusammenhang mit Eretz Israel bestehen,

   Um den historischen Anspruch auf Palästina zu untermauern, wiesen die Zionisten darauf hin, dass das Judentum Palästina geistig nie aufgegeben habe. Immer hätten Juden in diesem Lande gelebt, und Tausende seien nach Palästina gekommen um irn Heiligen Land zu sterben. Vor allern aber blieben alle, auch nur einwenig relogiösen, Jerusalem verbunden.

Theodor Herzl - Tel Aviv

Theodor Herzl – Tel Aviv

   Der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, ein Wiener Journalist, erschüttert durch die antisemitischen Ausschreitungen im aufgeklärten Paris angesichts des Dreyfus-Prozesses, publizierte im Februar des Jahres 1896 unter dem Titel „Der Judenstaat“ einen programmatischen Aufruf an das Judentum. Herzl wußte nicht, dass dreißig Jahre vor ihm der orthodoxe Rabbiner Z.H. Kalischer in Thorn die Gründung einer Kolonisationsgesellschaft für Palästina gefordert hatte, dass vom deutschen Sozialisten Moses Hess aus Bonn seit 1862 ein Buch „Rom und Jerusalem“ existierte und dass der spätere Führer der deutschen Zionisten, Max Bodenhelmer, drei Jahre vor ihm unter dem Titel „Wohin rrit den russischen Juden“ eine Ansiedlung in Syrien und Palästina empfohlen hatte.

   Auch das Flugblatt „Autoemanzipation“ aus dem Jahte 1882 von Dr. Leo Pinsker war ihm unbekannt, wie auch die Siedlungsgesellschaft des Baron Edmund de Rothschild in Palästina. Theodor Herzl hatte als Korrespondent der Wiener „Neuen Freien Presse“ den Dreyfuß-Prozeß in Paris verfolgt und war dort zu der Überzeugung gelangt, dass der Antisemitismus unter den „Gastvölkern“ eine unvermeidliche und dauernde Erscheinung sei, dem die Juden nur entgehen könnten, wenn sie sich auf sich selbst besännen und ein eigenes Staatswesen gründeten. Herzls Schritt in die Öffentlichkeit war aber auch inspiriert durch die gegen Ende des 19. Jahrhunderts sich häufenden Pogrome in Russland.

   Es war nicht allein der brilliante Stil des Journalisten, der zu einem durchschlagenden Erfolg führte, sondern ebenso die Tatsache, dass der Verfasser gewillt war, den Worten Taten folgen zu lassen. Infolge seines Berufes war er außerdem in der Lage, Beziehungen zu höchsten Kreisen anzuknüpfen. Herzl organisierte den ersten zionistischen Weltkongress: Am 29. August des Jahre 1897 trafen sich in Basel 197 Delegierte aus den meisten größeren Ländern der Erde. Dieser Kongress formulierte als Ziel der Bewegung: „Die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina.“ Zur Realisierung dieses Zieles benutzte Herzl auch seine persönliche Bekanntschaft mit dem Großherzog von Baden, der ihm eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm II. auf einer Reise nach Konstantinopel und Jerusalem ermöglichte. Später gelang es Herzl, auch mit dem Sultan zusammen zu kommen.

   Diese Gespräche mit den Staatsoberhäuptern hatten allerdings wenig Erfolg. Es ist bezeichnend, dass manchen Westjuden Palästina nur als eine der Möglichkeiten für die Schaffung des Judenstaates erschien, während für die Ghetto-Juden des Ostens eine andere Heimstatt als Palästina nicht in Frage kam. „Die Zeit, in der unsere Vorfahren Palästina bewohnten, ist uns unendlich fern. Nach dem Besuch Palästinas war mir klar, wie schwer es für die westeuropäischen Juden sein müsse, sich zum Zionismus zu bekennen“, schreibt Bodenheimer. Und Herzl stellt sich seinem utopischen Roman „Alt-Neuland“ ein zukünftiges jüdisches Heimatland ohne besondere jüdische Kultur oder hebräische Sprache vor und schreibt: „Jeder behält seine Sprache, welche die liebe Heimat seiner Gedanken ist.“

   Der Zusammenstoß zwischen Ost- und Westjuden innerhalb der zionistischen Bewegung zeigte sich in seiner vollen Wucht, als bei den späteren Zionistenkongressen die britische Regierung Uganda als Siedlungsgebiet für die Juden anbot. Vor allem die russischen Juden wehrten sich trotz der zunehmenden Progrome in ihrem Land entschieden gegen das ohnehin unsichere Uganda-Projekt. Chaim Weizmann, der dem weißrussischen Ghetto von Motol entstammte, hielt eine flammende Rede gegen Uganda. Viele Jahre später schrieb er in seinen Memoiren: „Herzl war ein Organisator, aber er kam nicht aus dem Volk und begriff darum nicht, von welcher Art die Kräfte waren, die in ihm schlummerten..!

   Weizmann wanderte von Russland zuerst nach Deutschland aus, er war dann Privatdozent in Genf und schließlich Leiter eines Laboratoriums in England. Wie aber ist es zu erklären, dass ein in Großbritannien unbekannter osteuropäischer Ghetto9 Jude ohne jede Beziehungen und – wie er freimütig erklärte – ohne Beherrschung der englischen Sprache in der Lage war, mit den höchsten in Spitzen des englischen Weltreichs Kontakt aufzunehmen, ja sie sogar soweit zu beeinflussen, dass es in schließlich zu der historisch entscheidenden Balfour-Deklaration kam? Weizmann gelang während des Ersten Weltkrieges eine kriegswichtige Erfindung: Die Herstellung größerer Mengen Azeton durch einen Fermentationsprozess. Azeton wurde als Lösungsmittel für die Produktion es rauchschwachen Schießpulvers in der britischen Marine dringend benötigt. Mit dieser Erfindung verschaffte sich Weizmann Eingang im britischen Marine-Ministerium bei Churchill und Balfour. Dazu kommt noch eine weitere und wichtige Tatsache: Die geistige Verbindung zwischen in Judentum und Puritanismus

   Es gelang Weizmann offenbar schon im Jahre 1906 anlässlich der ersten Begegnung mit Balfour, selbst in noch unvollkommenem Englisch den frommen britischen Lord davon zu überzeugen, dass die Christen ein Unrecht an den Juden wieder gutzumachen hätten und dass sie diese Schuld tilgen könnten, indem sie ihnen zu einer nationalen Heimstätte in Palästina verhülfen. Im Jahre 1917 endlich forderte Weizmann als Präsident der Zionistischen Weltorganisation von der britischen Regierung eine bindende Erklärung. Weizmann wusste zwar, dass die britische Regierung bereits am 15. Oktober 1915 durch einen Brief Sir McMahons, Kitcheners Nachfolger in Kairo, an den Scherifen von Mekka die ganze arabische Halbinsel, mit Ausnahme des Küstenstreifens zwischen Alexandrette und Beirut, der Haschemitendynastie versprochen hatte. Lawrence, der den arabischen Aufstand gegen die Türken entfachte, hätte ohne verbindliche Versprechungen an die Araber kaum Erfolg gehabt. Außerdem hatten die Engländer in einem Geheimabkommen zwischen Sykes und Picot im Jahre 1916 den Nahen Osten in eine britische und eine französische Einflusszone aufgeteilt. Die Franzosen sollten die syrische Küste einschließlich Nordpalästina mit Akko und Tiberias erhalten, England Restpalästina. Im britischen Kabinett entspann sich daher ein heftiger Kampf um die Zugeständnisse an die Zionisten. Die britischen Ölinteressen sprachen für ein Mandat über Palästina über die Häfen Haifa und Jaffa. Das Kolonialamt andererseits befürchtete, dass in dem noch keineswegs entschiedenen Krieg die Araber durch eine unbedachte Erklärung wieder in die Front des Gegners gestoßen würden. Bei dieser Gelegenheit machten die Zionisten die bittere Entdeckung, dass ihre entschiedensten Feinde weniger im Lager der englisch-puritanischen Hocharistokratie zu suchen waren, sondern eher unter den emanzipierten Juden in der englischen Regierung., vor allem in der Person des Kolonialministers Edwin Montagu. Das Schreiben, das Lord Balfour am 2. November 1917 Lord Rothschild überreichte, war ein Kornpromiss zwischen diesen beiden Strömungen. Es hatte folgenden Wortlaut:

Balfour-Erkläung 1917

Balfour-Erkläung 1917

„Die Regierung sieht die Errichtung einer Nationalen Jüdischen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen an und will nach Kräften die Ausführung dieses Vorhabens erleichtern helfen, unter der ausdrücklichen Voraussetzung, dass nichts geschieht, was die bürgerlichen oder religiösen Rechte der bereits in Palästina bestehenden nichtjüdischen Gemeinden beeinträchtigt oder die Rechte und den politischen Status der Juden in irgendeinem anderen Land…“!

…Der ursprünglich von den Zionisten verfasste Text lautete wesentlich eindeutiger und enthielt keine Vorbehalte für die Rechte der nichtjüdischen Gemeinden. Dessen ungeachtet bedeuteten diese wenigen Zeilen den Start für die Realisierung des zionistischen Ziels. Der Erste Weltkrieg ging zu Ende. Britische Truppen betraten „biblisches Land“, Es begann die dritte Alija. Die erste fand in den Achtzigern, die zweite um 1905 statt. Mit dem jüdischen Zustrom verstärkte sich der arabische Widerstand. Die schweren Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern veranlassten die Mandatsmacht unter Kolonialminister Lord Passfield, dem früheren Sidney Webb, zur Beschränkung der Einwanderung.

   Bis Mitte der Dreißigerjahre hatte sich die jüdische Bevölkerung auf rund 400.000 erhöht. Die Araber waren mit rund einer Million immer noch eindeutig in der Überzahl. Der Mufti von Jerusalem, Amin el-Husseini, wurde im Herbst 1937 abgesetzt, die Einwanderung erneut beschränkt. Später begab er sich der Muftl nach Berlin, um mit Hitler seine Teilnahme an der Endlösung, zu planen. Die verzweifelten Juden setzten die Einwanderung illegal mit Hilfe fort. Der arabische Aufstand wurde immer blutiger. In dieser Lage entsandten die Engländer eine Kommission unter Führung des ehemaligen Kolonialminister Lord Robert Peel nach Palästina. Die englischen Experten empfahlen eine

Peel-Teilungsplan 1936/1937

Peel-Teilungsplan 1936/1937

Teilung des Landes in einen rein jüdischen und einen rein arabischen Staat sowie ein britisches Restmandat, bestehend aus den judäischen Bergen westlich von Jerusalem, dem Golf von Akaba und dem Hafen von Haifa. Jaffa hätte als rein arabische Stadt mitten im jüdischen Gebiet eine Enklave gebildet. In verschiedenen Städten Galiläas wären britische Truppen stationiert geblieben. Weizmann selbst befürwortete die Teilung, stellte aber einige zusätzliche Forderungen. Die Araber lehnten ab. Infolge des Kriegsausbruches wurde im Jahre 1939 der Teilungsplan verschoben. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen fasste am 29. November 1947 und 6 Millionen Tote später einen neuen Teilungsbeschluss. Inzwischen hatte das Chaos seinen Höhepunkt erreicht. Die Empfehlungen der UN-Generalversammlung wurden durch den Einmarsch von fünf arabischen Armeen nach Palästina undurchführbar. Am 14. Mai 1948, 1878 Jahre nach der Zerstörung des Tempels von Jerusalem, verliest David Ben Gurion, der Führer der stärksten Partei des Landes im Museum von Tel Aviv die Proklamation der provisorischen Regierung Israels. Heute sind die Israelis – fast – noch kein geschlossenes Volk mit einheitlicher Sprache.

Und doch könnten sie für die Modernisierung eines ganzen Kontinents den Anstoß geben.

Zum Autor: Rolf von Ameln ist Bestsellerautor und war über 20 Jahre Auslandskorrespondent