Wie eine Tourismusbroschüre kirchlicher Hilfswerke Israel dämonisiert

Anmerkung AhuvaIsrael: den nachfolgenden Beitrag – ein Kommentar eines Freundes zur Broschüre: „Kommt und seht – Reisen und Pilgern im Heiligen Land“ – herausgebracht von MISERIOR und Brot für die Welt – habe ich vor zwei Tagen in der Logo Carmel Chronikkleinen „KARMEL-Zeitschrift aus Haifa entdeckt. Der Autor gab mir die Genehmigung, seinen Beitrag zu übernehmen und hier zu veröffentlichen. 

Ich habe mir die Mühe gemacht und den Inhalt dieses „Reiseführers“ gelesen und stimme in allen Punkten, die im hier vorliegenden Kommentar vorgebracht wurden überein! Der Inhalt dieser Broschüre ist wahrlich als „Scheinheilig und Antisemitisch“ zu benennen!

Kommt und seht!Die 48seitige Broschüre als pdf-Datei am Ende des Beitrags – per „2-Mal klick“, kein Doppelklick!  geöffnet und der gesamte Text nachgelesen werden.______________ENDE

Scheinheilig und antisemitisch

Wie eine Tourismusbroschüre kirchlicher Hilfswerke Israel dämonisiert

Die beiden großen Hilfswerke der evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland, »Brot für die Welt« und »Mise­reor« haben es sich zur Aufgabe gemacht, Israelreisende über die völkerrechtliche Lage in Israel aufzuklären und für einen »fair gestalteten Tourismus« zu gewinnen. Dabei herausge­kommen ist eine vollfarbig gestaltete Broschüre mit dem frommen Titel »Kommt und seht!«, einem Bibelzitat aus dem Johannes­evangelium (Joh.1,39). Doch der äußere fromme Schein trügt. Auf den folgenden fast 50 Seiten findet sich keine einzige weitere Bibelstelle, und schon gar keine zum The­ma Israel. Die Broschüre hat nur ein Thema: Israel handle völkerrechtswidrig und sei für die schlechte Lage der Menschen in den palästinensischen Autonomiegebieten verantwortlich.

Biblische Inhalte sind nicht relevant

Biblische Aussagen zum Anspruch Israels auf das biblische Land sucht man in der Bro­schüre vergebens. Bereits der Untertitel, »Orien­tierungen für einen fair gestalteten Tourismus in Israel und Palästina unter Berücksichtigung des Völkerrechts«, lässt erahnen, dass es den Autoren nicht um biblische Bezüge, sondern um die Darstellung des Nah­ostkonflikts als einem rein politischen Kon­flikt geht. Obwohl die Bibel nur den Begriff »Eretz Jisrael« (Land Israel) kennt, wird versucht, diese Bezeichnung zu relativieren. Für das biblische Kernland Judäa und Samaria wird systematisch der Name »Palästina« verwendet, ein Name der vom römischen Kaiser und Judenhasser Hadrian 135 n. Chr. eingeführt wurde, um die Erinnerung an das jüdische Volk auszulöschen. Dieser Name wird heutzutage bewusst eingesetzt, um den biblischen und historischen Anspruch des jüdischen Volkes auf das Land zu delegitimieren und um die Existenz eines nicht vorhandenen Staates »Palästina« zu suggerieren. 

Historische Fakten werden ignoriert

Immer wieder werden historische Fakten ignoriert, die nicht in das präsentierte Bild von den bösen Besatzern (Israelis) und den leidenden Besetzten (Palästinenser) passen. Zum Beispiel wird die Stadt Hebron in der Bro­schüre zwar korrekt als »eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt« bezeichnet. Aber dass in Hebron seit über drei Jahrtausenden Juden wohnen, wird unterschlagen; ebenso dass die jüdische Präsenz in Hebron 1929 durch ein arabisches Massaker und anschließende Deportation durch die Briten ein grausames Ende fand. Erst 1968, nach dem Sechstagekrieg, konnten Juden wieder nach Hebron und teilweise in ihr Eigen­tum zurückkehren. Doch genau diese Juden werden in der Broschüre als israelische Sied­ler bezeichnet, die einen Großteil der palästinensischen Bevölkerung aus dem Stadtzen­trum vertrieben hätten und nun in besetzten Häusern leben würden.

Beim Völkerrecht gilt zweierlei Maß

Auf mehreren Seiten wird das Thema Völ­ker­recht abgehandelt. Bei diesem Aspekt zeigt sich klar die antisemitische Tendenz der Broschüre, ganz abgesehen davon, dass dabei falsche Informationen vermittelt werden. Falsch ist z. B. die Behauptung, die palästinensische Führung habe Israel in den Grenzen von 1949 anerkannt. Wer auch immer mit palästinen­sischer Führung gemeint sein soll, die Herren Arafat, Abbas oder Hanije sahen bzw. sehen das anders. Auch die PLO-Charta, der PLO-Stufenplan und die Hamas-Charta sprechen eine andere Sprache.

Ein klares Zeichen für Antisemitismus liegt vor, wenn bei vergleichbaren Umständen Ju­den bzw. dem Staat Is­ra­el nicht dasselbe zugestanden wird, was gleich­zeitig allen anderen Völkern und Staaten zugebilligt wird. Wenn ein Staat seine Nach­barn angreift, so wie Deutsch­land im Zweiten Weltkrieg Polen angegriffen hat, und dabei eigenes Territorium verliert, hat er keinen Anspruch auf eine He­raus­gabe seines verlorenen Territori­ums. Das ist anerkanntes Völke­r­recht. Niemand redet von den ehemaligen deutschen Ostgebie­­ten, die von Polen oder Russland völker­rechts­wi­drig besetzt seien. Wenn Polen heute auf ehemals deutschem Gebiet Häuser bauen, dann ist dies eine Selbstverständlichkeit, niemand bezeichnet sie als »illegale polnische Siedler« oder »polnische Besatzungsmacht«.

Genauso wie Polen im Zweiten Weltkrieg, wurde Israel im Sechstagekrieg von Jordanien angegriffen. Jordanien verlor dadurch die von ihm besetzte »Westbank«, das biblische Kern­land von Judäa und Samaria an Israel. Wenn nun für Juden der gleiche Maßstab gilt wie für alle anderen Völker der Welt, dann sind auch die jüdischen Siedlungen völkerrechtlich legal. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Anti­semit, denn er spricht Juden, nur weil sie Juden sind, ein Recht ab, das er allen anderen Völkern zugesteht. Wenngleich von einer moralisch bankrotten UNO diesbezüglich keine Fairness erwartet werden kann, sollte man bei kirchlichen Organisationen etwas mehr Ehr­lich­keit und Zurückhaltung erwarten können. Schließlich war der von christlichen Kreuz­rittern in Jerusalem errichtete Kreuzfahrer­staat alles andere als völkerrechtskonform.

Die »böse« Mauer, die Leben rettet

Immer wieder wird in der Broschüre die von Israel während der Zwei­ten Intifada begonnene Trennungsanlage kritisiert, die Israel und die palästinensischen Au­to­nomiegebiete trennt, weil diese die Bewe­gungsfreiheit der Palästi­­nenser einschränkt. Dass die Trennungsanlage bzw. Mauer inzwischen auf israelischer Seite hunderte Leben gerettet hat, wird nicht erwähnt. Im Jahr 2002, vor Er­richtung der Trennungsanlage, wurden 457 Israelis durch Terroranschläge ermordet und Tausende verletzt. Die Zahl der jährlich getöteten Israelis ging daraufhin bis auf zehn im Jahr 2009 zurück. Die Gegner und Kritiker der Tren­nungsan­lage sehen in der Bewe­gungs­­freiheit der Palästinenser ein höheres Gut als das Leben unzähliger Israelis. Sie berufen sich auf ein Gutachten des Internationalen Ge­richtshofs (IGH) zum Bau der Trennungs­an­lage aus dem Jahr 2004, in dem es wörtlich, ohne eine entsprechende Begründung heißt: »Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass sich Israel nicht auf das Recht zur Selbstver­teidigung berufen kann …«. Mit anderen Wor­ten: Nur tote Juden sind gute Juden. Juden, die ihr Leben schützen, verstoßen gegen das Völkerrecht!

Fairer Tourismus im heiligen Land?

Die Broschüre will Touris­ten, Kirchengemein­den und Reiseveranstalter motivieren, einen „fairen“ Tourismus zu praktizieren, d. h. bei einer Israelreise auch die heiligen Stätten und Menschen in den palästinensischen Autono­mie­gebieten zu besuchen. Viele Pilger, so wird bedauert, wüssten oft nicht, ob sich eine heilige Stätte in Israel oder auf palästinensischem Gebiet befinde. Deshalb soll eine mitgelieferte Landkarte den zukünftigen Pilgern helfen, fein säuberlich zu unterscheiden, auf welchem Gebiet sich die besuchte heilige Stätte befindet. Eine wesentliche Information bleibt die Broschüre jedoch schuldig: Die Tatsache, dass in Israel 20 Prozent arabische Bürger gleichberechtigt leben, während die palästinensischen Autono­mie­gebiete heute praktisch »judenrein« sind. Der Staat Israel ver­­bietet deshalb seinen Bürgern, die Auto­nomiege­biete, wie z. B. Beth­lehem, zu betreten. Sonst ist, wenn sie Juden sind, ihr Leben in höchster Gefahr. Zu viele Juden wurden schon vom palästinensischen Mob gelyncht, nachdem sie versehentlich ins palästinensische Autono­mie­gebiet abgebogen waren. Ist das ein »fairer Tourismus«, bei dem alle will­kommen sind, nur Juden nicht? 

Ausgewogenheit sieht anders aus

Die Broschüre erweckt den Anschein, sie fördere ausgewogene Informationen. Israeltouristen und Reiseveranstalter werden an ihre »besondere Verantwortung« erinnert, »nicht eine der Konfliktparteien zu sehr zu befördern und die andere zu diskreditieren.« Diese »besondere Verantwortung« gilt offensichtlich nicht für die Herausgeber, denn praktisch alle Organisationen, welche die Broschüre zur weiteren Informationsbeschaffung empfiehlt, sind bekannt dafür, dass sie die palästinensische Propaganda unterstützen. Das gilt insbesondere für das in der Broschüre hervorgehobene sogenannte Kairos-Palästina-Dokument. Einseitiger kann man kaum über die komplexe Situation im Nahen Osten informieren. 

Auf dem Weg nach Bethlehem

»Ob Maria und Josef vor gut 2000 Jahren wohl den Weg nach Bethlehem gefunden hätten, wenn es damals bereits um die 90 Check­points in der Region gegeben hätte?« Mit dieser Frage beginnt die Pressemeldung von »Brot für die Welt«, in welcher die Broschüre im Dezember 2014 vorgestellt wurde. Meine Antwort lautet: »Ja, warum nicht?« Aber würden Maria und Josef heute, wenn sie von Na­za­reth nach Bethlehem wandern, auch ankommen? Die bittere Wahrheit lautet »Nein«, denn wenn sie als Juden das palästinensische Autonomiegebiet auf ihrer Reise beträten, würden sie mit hoher Wahr­schein­lichkeit auf brutale Art und Weise ermordet, denn die in der Broschüre hoch gepriesene Gastfreund­schaft auf palästinensischer Seite gilt in der Regel leider nicht für Juden. Da kann man nur froh sein, dass Maria und Josef nicht in unserer Zeit nach Bethlehem müssen.

Fazit

In dieser Broschüre wird Israel mal eher subtil, mal ganz direkt dämonisiert, delegitimiert und mit doppeltem Maß gemessen. Dass solcher Antisemitismus mit Spenden­geldern von »Brot für die Welt« und »Misere­or« sowie mit Kirchensteuermitteln finanziert wird, ist ein Skandal. Ich werde jedenfalls der Auffor­derung, nicht nur Israel, sondern auch die palästinensischen Gebiete zu besuchen, erst dann nachkommen, wenn ich das in Be­glei­tung jüdischer Freunde tun kann, ohne dass diese dabei ermordet werden, nur weil sie Juden sind.

pdf.-Datei: Kommt und seht! – Reisen und Pilgern im Heiligen Land 

Die Prioritäten der BDS-Bewegung

Anmerkung AhuvaIsrael: Lasst Bilder sprechen – Hut ab! – Vladik Sandler___________________!

abseits vom mainstream - heplev

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Europas NGO-Jihad gegen Israel

Anmerkung AhuvaIsrael: ein sehr guter, umfangreicher Beitrag zum Thema: NGO’s gegen Israel mit vielen weiterführenden Links! Am Ende des Berichts habe ich noch einen Link zum Thema eingebracht__________________!

gatestone-logovon Susan Warner – 31. August 2015

Englischer Originaltext: Europe’s NGO Jihad Against Israel

Übersetzung: H. Eiteneier

▪ Unterhalb des ärgerlichen Filzes zur Finanzierung von Tätigkeiten – von denen die meisten sich hinter dem Vorwand „guter Arbeit“, „humanitärer Hilfe“ und „öffentlichen Interesses“ verstecken – agiert eine ausgeklügelte, facettenreiche, gut geölte Propagandamaschine gegen Israel.

▪ Eine Hauptsorge in Israels Knesset besteht in der Frage, wie der Zustrom von Millionen an Dollars aus dem Ausland gedrosselt werden kann, mit dem antiisraelische Hassgruppen finanziert werden, die als NGOs agieren. Diesen Organisationen wird vorgeworfen, dass sie ihre Anerkennung als „Menschenrechtsorganisationen“ nutzen, um ihre irreführende Interessenvertretungsagenda zu kaschieren und so Israel zu untergraben, wenn nicht gar zu vernichten.

▪ Wenn Israel daran arbeitet „Brücken für Frieden“ zu bauen, wie es SodaStream machte, wo Araber und Juden friedlich zusammenarbeiteten, schlagen diese Organisationen das prompt in Stücke.

▪ Niemand bei World Vision stellt die offensichtliche Frage: Warum gibt es selbst in den von der PA und der Hamas kontrollierten Gebieten wie Gaza, Jenin und Ramallah Flüchtlingslager? Diese Gebiete sind nicht nur seit 1994 unter ausschließlicher Kontrolle der PA oder Hamas-Verwaltung, sondern Israel hat den Gazastreifen 2005 komplett geräumt.

Es gibt einen europäischen „Jihad“ gegen Israel. Eine beträchtliche Anzahl von Aktivistengruppen – die sich selbst als internationale humanitäre Hilfs- und Wohlfahrtsprojektgruppen darstellen, die dem palästinensischen Volk helfen – sind in Wirklichkeit „direkt oder indirekt in Kamapgnen zu Boykott, De-Investition, Sanktionen (BDS), Lawfare, Delegitimjierung und Lobbyarbeit gegen Israel aktiv“, heißt es in einem ausführlichen Bericht von NGO Monitor.

Jedes Jahr schicken europäische Regierungen Hunderte Millionen Dollar für humanitäre Hilfsprojekte in die Palästinensergebiete. Vordergründig ist das Geld für Projekte wie die Optimierung der medizinischen Versorgung, Linderung der Armut, Optimierung von Schulen oder die Verbesserung der Infrastruktur vorgesehen.

Doch unter der Oberfläche lauert die gehässige politische Agenda der Interessenvertreter, die offensichtlich Israel als Nationalstaat untergraben soll.

Einige dieser europäischen Regierungen geben Geld direkt an die palästinensische Autonomie (PA). Andere leiten es über Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weiter, die sich als Wohlfahrtsgruppen präsentieren.

Eine Konferenz im Jahr 2008 zu

Eine Konferenz im Jahr 2008 zu „Straffreiheit und Strafverfolgung israelischer Kriegsverbrecher“ in Ägypten wurde von der Europäischen Union gefördert. (Bildquelle: NGO Monitor)

Diese Regierungen und von Europa finanzierte NGOs scheinen sich jedoch oft mehr Propaganda, politischem Aktivismus und dem Untergraben Israels verschrieben zu haben, weniger der Hilfe für die Palästinenser. Von 2012 bis 2014 z.B. sind mehr als $27 Millionen an Auslandshilfen auf die Bankkonten radikal linker NGOs in Israel geflossen, die alle auf die eine oder andere Weise in Aktivitäten antiisraelischer Interessenvertretung involviert sind.

Israelische Führungspolitiker fangen endlich an ernste Zweifel dazu zu äußern, welche wahren Motive hinter einigen dieser politisch motivierten Anstrengungen steckt.

Vor kurzem wurde in Zürich (Schweiz) beispielsweise eine umstritten Ausstellung von „Breaking the Silence“ (BtS) eröffnet. Die BtS-Ausstellung beschuldigt die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) der Verletzung von Menschenrechten. Sie enthält anekdotenhafte, nicht verifizierbare, anonyme Aussagen von 60 Soldaten, die der IDF Fehlverhalten während der Operation Protective Edge (Fels in der Brandung) im Gazastreifen im letzten Sommer vorwerfen.

Die Ausstellung, die auf eine weltweite Tour gehen soll, löste in der Schweiz Aufregung aus, als bekannt wurde, dass sie zum Teil von den Regierungen der Schweiz, Großbritanniens, Irlands, der Niederlande, Schwedens und Dänemarks finanziert wurde – sowie von vielen privaten, gemeinnützigen Stiftungen. Zu ihren Hauptspendern gehören unter anderem: die Europäische Union, Misereor (Deutschland), Broederlik Delen (Belgien), Norwegen, AECID (Spanien), Dan Church Aid (Dänemark), ICCO (Niederlande), CCFD (Frankreich), Human Rightes and International Law Secretariat (gemeinsam von Schweden, der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden finanziert), Sigrid Rausing Trust (GB) SIVMO (Niederlande), Rockefeller Brothers Fund, Open Society Institute und der New Israel Fund.

Die BtS-Ausstellung dreht eine Schilderung zusammen, die bewusst verzerrt und einseitig gegen die IDF gerichtet zu sein scheint. Ihre Kritiker legen nahe, dass diese Soldaten genau deshalb ausgesucht worden sein dürften, weil sie mit der IDF noch ein Hühnchen zu rupfen hatten.

Es stellt sich sogar heraus, dass Finanziers der Ausstellung „ein Minimum an negativen Zeugenaussagen“ forderten, gibt Recherche von NGO Monitor an.

Die Ausstellung erwähnt nirgendwo überhaupt Zusammenhänge rund um die Operation im Gazastreifen: nichts über auf Israel niedergegangenen Raketenregen der Terrorgruppen im Gazastreifen; nichts über die von der Hamas gebauten Tunnel, die nahe von Schulen und Privathäusern in Israel an die Oberfläche kamen; nichts zur allgemeinen Praxis der Hamas Terroristen und Waffen zu Propagandazwecken zwischen den eigenen Frauen und Kindern zu verstecken.

Israels Regierung kritisierten das verständlicherweise als unfair und falsch. Die stellvertretenden Außenministerin Tzipi Hotovely und Justiziministerin Ayalet Shaked haben die Verantwortung übernommen, diesen diplomatischen Jihad gegen den Staat Israel als Quelle zu berichtigen.

Hotovely machte geltend, dass die Verwendung von Geld der schweizerischen Regierung – um Israel zu dämonisieren, zu delegitimieren und praktisch den Versuch zu unternehmen es zu vernichten – unrechtmäßig ist. „Wir können“, sagte Hotovely, „keine Situation akzeptieren, in der eine Organisation, deren gesamter Zweck darin besteht die Namen und den Ruf von IDF-Soldaten zu besudeln, international agiert, um dem Image des Staates Israel schweren Schaden zuzufügen.“

Loyale IDF-Reservisten, die wegen der Ausstellung ebenfalls aufgebracht sind, haben eine eigene Kampagne gegen das initiiert, was aus ihrer Sicht eine falsche und unfaire Attacke auf das Militär und die Nation ist.

Nach Angaben eines Berichts in der Jerusalem Post haben zehn Schweizer Parlamentsabgeordnete von der schweizerisch-israelischen Parlamentariergruppe am 2. Juni eine Erklärung ausgegeben, die sich gegen die Verwendung von Steuergeldern zur Finanzierung der Ausstellung wendet.

„Wir verurteilen aufs Schärfste die Finanzierung von Breaking the Silence mit öffentlichen Geldern durch das EDA [schweizerische Außenministerium] und das Züricher Finanzdepartement und erwarten in der Zukunft eine sorgfältige Prüfung von Projekten und Organisationen, die hinter solchen Projekten stehen, bevor Schweizer Steuerzahlergeld zweckentfremdet wird.“

In der Folge der internationalen Aufregung zur Legitimität der Wanderausstellung sagte der Bürgermeister von Köln die dort geplante Ausstellung erst ab, setzte sie dann aber wieder an.

Jenseits dieser einzelnen aufhetzerischen Ausstellung gegen die IDF gibt es jedoch ein komplexeres und böswilligeres Problem – eines, das einige beunruhigende Anliegen und Fragen zur Natur und zum Zweck der Finanzierung von NGOs in Israel durch Auslandsregierungen in den Vordergrund bringt: Wie sieht ihre wahre Agenda aus? Wie und wo bekommen sie ihr Geld? Nutzen sie ihre Gelder für Zwecke, die mit ihre erklärten Zielen übereinstimmen?

Nach Angaben eines aktuellen Berichts von Reuters agieren in Israel 30.000 NGOs; „der Fokus des Missmuts von [Justizminsterin] Shaked und ihren Anhängern liegt auf 70, deren Arbeit sich auf den israelisch-palästinensischen Konflikt konzentriert und die Mittel entweder von der Europäischen Union als ganzer oder von einzelnen Regierungen erhalten, darunter von Dänemark, Schweden, Bulgarien und Norwegen“.

Eine Hauptsorge in Israels Knesset besteht in der Frage, wie der Zustrom von Millionen an Dollars aus dem Ausland gedrosselt werden kann, mit dem antiisraelische Hassgruppen finanziert werden, die als NGOs agieren. Diesen Organisationen wird vorgeworfen, dass sie ihre Anerkennung als „Menschenrechtsorganisationen“ nutzen, um ihre irreführende Interessenvertretungsagenda zu kaschieren und so Israel zu untergraben, wenn nicht gar zu vernichten.

Unterhalb des ärgerlichen Filzes zur Finanzierung von Tätigkeiten – von denen die meisten sich hinter dem Vorwand „guter Arbeit“, „humanitärer Hilfe“ und „öffentlichen Interesses“ verstecken – agiert eine ausgeklügelte, facettenreiche, gut geölte Propagandamaschine gegen Israel.

Breaking the Silene gehört zu den kleinsten. 2004 gegründet, ist BtS als „ein Werk zum Nutzen der Öffentlichkeit“ mit einem Budget von – nach Zahlen von 2015 – etwa 3 Millionen Schekeln (€683.000) registriert.

Ein aktueller Bericht der israelischen Organisation Im Tirtzu führt an, dass ein Teil der Finanzierung von Breaking the Silence ($300.000), B’Tselem ($700.000) und anderer pro-palästinensischer NGOs in Israel – mit einer Gesamtsumme von $11.000.000 allein im Jahr 2014 – vom Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat (HRIHL) kommt, einer arabischen Stiftung mit Sitz in Ramallah und Gaza. HRIHL wiederum wird überwiegend von den Regierungen von vier europäischen Ländern finanziert: Schweden, Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden.

Matan Peleg, Chief Operating Officer von Im Tirtzu, hat den Begriff „politischer Terrorismus“ geprägt, um den trüben Mix antiisraelischer NGO-Aktivistengruppen, ihrer destruktiven Agenden und irreführende Finanzquellen zu beschreiben.

„Wenn wir das Konzept ‚politischer Terrorismus‘ benutzen, wollen wir auf verschiedenes Handeln hinwiesen, das nicht tatsächlich physisch gewalttätig ist, das aber dazu dienen soll Terror und Angst zu verbreiten … um politische Ziele zu erreichen. Der Staat Israel und besonders die IDF leiden unter politischem Terrorismus, weil verschiedene politische Instanzen in Israel und dem Ausland (als da sind: Staaten, Organisationen, Stiftungen usw.) politische Aktionen vollführen, die zum Ziel haben die Fähigkeit Israels sich zu verteidigen zu lähmen.“

Zwei der wohlhabendsten, in Israel aktiven internationalen Menschenrechts-NGOs sind OXFAM und World Vision.

Oxfam, das ein internationales Bündnisnetzwerk an Organisationen in 92 Ländern betreibt, hatte 2012/13 ein Gesamteinkommen von $955,9 Millionen, von denen 2013 $18,7 Millionen in den „besetzten palästinensischen Gebieten“ ausgegeben wurden.

OXFAM erklärt eindeutig, dass es sich nicht an der Boykott/De-Investion/Sanktions-Bewegung (BDS) gegen Israel beteiligt, bestätigte jedoch seinen Boykott von Waren, die in den „israelischen Siedlungen in den der Westbank“ hergestellt werden. Wir bekommen hier offensichtlich nicht die Wahrheit zu hören.

Druck von OXFAM und BDS-Gruppen trug zu einer gerade erfolgen Entscheidung von SodaStream bei, seine Fabrik in Mischor Adumim zu schließen; dort hatte die Firma Hunderte Araber und Israelis beschäftigt, die friedlich Seite an Seite arbeiteten.

Es wurde berichtet, dass Löhne und Arbeitsbedingungen für Araber bei Sodastream signifikant besser waren als bei ihren Pendants in den arabisch kontrollierten Nachbargebieten Gebieten Judäas und Samarias. Als der Betrieb umzog, wurden Hunderte Araber arbeitslos – ein Resultat, das offensichtlich BDS-Verfechter wie OXFAM nicht weiter beunruhigt. Wenn Israel daran arbeitet „Brücken für Frieden“ zu bauen, wie es SodaStream machte, wo Araber und Juden friedlich zusammenarbeiteten, schlagen diese Organisationen das prompt in Stücke.

World Vision International, eine christliche Wohltätigkeitsorganisation, die in etwa 100 Ländern arbeitet und 2012 ein Budget von $2,67 Million hatte, definiert die Region, der sie dient, als „Jerusalem/Westbank und Gaza“.[1] World Vision macht keinen Hehl daraus, in der Gegend ausschließlich für arme arabische Kinder da zu sein. Umgekehrt dient man ausdrücklich nicht den Bedürfnissen israelisch-jüdischer Kinder. Geschätzte 14,1% der jüdisch-israelischen Familien lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Auf der Internetseite von World Vision gibt es eine kurze pro-arabische Version der „Geschichte, des Volks und der Geographie“ der Region, die alle Geschichte verzerrt oder auslässt, die die Araber in einem schlechten Licht erscheinen lassen könnte. Die Seite erwähnt nichts von den Bomben und Raketen der Hamas oder allgemeiner arabischer Gewalt gegen Israel. Die Darstellung hebt einzig das Leid der „vertriebenen arabischen Flüchtlinge“ heraus.

Niemand bei World Vision stellt die offensichtliche Frage: Warum gibt es selbst in den von der PA und der Hamas kontrollierten Gebieten wie Gaza, Jenin und Ramallah Flüchtlingslager? Diese Gebiete sind nicht nur seit 1994 unter ausschließlicher Kontrolle der PA oder Hamas-Verwaltung, sondern Israel hat den Gazastreifen 2005 komplett geräumt.

Sowohl OXFAM als auch World Vision erhalten große Geldsummen von den Vereinten Nationen, verschiedenen Regierungen und Nichtregierungs-Quellen, Stiftungen und weiteren Institutionen.

NGO Monitor veröffentlichte einen Bericht, der die Aufmerksamkeit der öffentlichen Debatte auf die massive Finanzierung hoch politischer NGOs durch Auslandsregierungen lenkte. Bedenken in verschiedenen Medien, Regierungsstellen und der Legislative wegen der Manipulation der israelischen Demokratie durch Auslandsregierungen über NGO-Aktivitäten lösten die Diskussion aus, die in Israels NGO-Transparenzgesetz mündete (Februar 2011).

2013 gab es mehrere fehlgeschlagene Versuche Gesetzesentwürfe in die Knesset einzubringen, um den Zustrom von Geld aus dem Ausland zu verringern. Jetzt organisieren Hotovely, Shaked und andere im Gefolge der Ausstellung von Breaking the Silence erneuerte Bemühungen, zumindest diese eine Quelle des diplomatischen Jihad gegen den Staat Israel auszutrocknen.

[1] Über verschiedene Partner betreibt World Vision 14 Programme in Bethlehem, West-Ramallah, Ost- und Südhebron, im Nordosten, Westen und Süden von Jenin, südöstlich von Salfit, im Osten, Zentrum, Norden und Süden von Nablus sowie im nördlichen und südlichen Gazastreifen._________________ENDE

Boycott, Divestment, Sanctions – Wikipedia

Die NGO-Kampagne zur Vernichtung Israels – Gatestone Institute  20. Juli 2015

Haben Israelis keine Menschenrechte? – Die Welt – 21.November 2012