KEIN FRIEDEN IN UNSERER ZEIT

Anmerkung AhuvaIsrael: ein weiterer ausgezeichneter Artikel, den ich von „Karmel“-Chronic“ übernommen habe – auch an dieser Stelle mit bester Empfehlung für ein Abonnement – sie erscheint monatlich für € 30,- jährlich. Charles Krauthammer erwähnt ín seinem Artikel im dtitten Absatz die gescheiterten Friedensangebote Israel – von denen ein jedes von palästinensischer Seite abgelehnt wurde. Im Jahr 2000 habe ich bereits ein Jahr zur Zeit der damaligen Friedensverhandlungen von Camp David in Israel gelebt und bin in der vortrefflichen Lage hier zwei Artikel aus dieser Zeit, die in den „Chadashot Israel“ – Nachrichten aus Israel“ am 28. Juli 2000 erschienen einzubringen. Leider gibt es diese von der Redakteurin „Alice Schwarz-Gardos, sel. A., (siehe Link zu Alice Schwarz-Gardos) nicht mehr, da sie 2010 vom Geldgeber EDRI eingestellt wurde – mit einer bösen Erfahrung für mich persönlich! 

Außer Spesen nichts gewesen - von Alice Schwarz: 28. Juli 2000Ein schweres Unterfangen des US-Präsidenten - Chadashot Israel 28. Juli 2000← zum Nachlesen per „Klick“ vergrößern!

Zur Person Alice Schwarz-Gardos

Persönliche Gedanken zum Heimgang von Alice Schwarz-Gardos

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Logo Carmel ChronikKEIN FRIEDEN IN UNSERER ZEIT

Von Charles Krauthammer

Von all den Idiotien, die als Reaktion auf Benjamin Netanyahus überraschenden Wahlsieg geäußert wurden, war keine häufiger zu hören als die Auffassung, dass die Friedensaussichten jetzt tot wären, weil Netanyahu erklärt hatte, dass es keinen palästinensischen Staat geben würde, solange er Ministerpräsident ist

Ich habe aber eine wichtige Nachricht für die blökenden Herden: Es gäbe auch keinen Frieden und keinen palästinensischen Staat, wenn Isaac Herzog Ministerpräsident würde. Oder Ehud Olmert oder Ehud Barak. Die beiden letztgenannten Ministerpräsidenten (die nicht der Likud-Partei angehören), boten den Palästinensern einen eigenen Staat an mit seiner Hauptstadt in Jerusalem und jeder israelischen Siedlung im neuen Palästina zerstört -, wurden aber grob abgewiesen.

Das ist keine uralte Geschichte. Es geschah in den Jahren 2000, 2001 und 2008 – drei erstaunlich nachgiebige Friedensangebote innerhalb der letzten 15 Jahre. Aber jedes einzelne wurde abgelehnt.

Die fundamentale Wirklichkeit bleibt aber dieselbe: Diese Generation der Palästinensischen Führerschaft – von Yasser Arafat bis Machmoud Abbas hat niemals und wird niemals ihren Namen unter ein endgültiges Friedensabkommen setzen, dass das Land mit einem jüdischen Staat teilt. Und ohne das wird keine israelische Regierung einem palästinensischen Staat zustimmen.

In unseren Tagen gibt es jedoch noch einen weiteren Grund, warum ein Friedensabkommen zwischen Israel und den „Palästinensern“ unmöglich ist: die außerordentliche Instabilität des gesamten Nahen Ostens. Ein halbes Jahrhundert lang wurde er von Diktatoren regiert, die keiner mochte, aber mit denen man Geschäfte machen konnte. Zum Beispiel brachte das israelischsyrische Entflechtungs-Abkommen von 1974 mehr als vier Jahrzehnte fast völliger Stille an der Grenze, weil die Assad-Diktaturen es so verordnet hatten.

Die autoritäre Ordnung ist vorbei, vom ‚Arabischen Frühling‘ gestürzt. Syrien ist durch einen vielfältigen Bürgerkrieg zerrüttet und zerstört, der schon 200.000 Menschen getötet hat und in dem Al-Kaida-Verbündete, Hizbullah-Terroristen sowie Regierungstruppen kämpfen und gelegentlich sogar ein iranischer General auftaucht. Wer wird es erben? Niemand weiß es.

In den letzten vier Jahren hat Ägypten zwei Revolutionen und drei völlig verschiedene Regime gehabt. Der Yemen ging so schnell von einem proamerikanischen zu einem iranischen Schützling über, dass die USA in panischer Eile, ihre Botschaft evakuieren mussten. Libyen ging den Weg von Moammar Gaddafis irrem Autoritarismus zu einem islamistischen Bürgerkrieg. Und letzten Mittwoch erlebte Tunesien, der einzige relative Erfolg des Arabischen Frühlings, einen großen Terrorangriff, der nach den Worten des Ministerpräsidenten „die Stabilität des Landes angreift“.

Von Mali bis zum Irak ist alles in Bewegung. Wie sollte inmitten dieses Chaos die Westbank (Judäa/Samaria), die von der bitteren Fatah-Hamas-Rivalität zerrissen ist, eine Insel de Stabilität bleiben können? Was könnte einem israelischpalästinensischen Friedensabkommen auch nur ein Körnchen Dauerhaftigkeit geben?

Es gab eine Zeit, als Arafat die Palästinensische Bewegung so kommandierte, wie Gadafi es mit Libyen tat. Aber Abbas kommandiert niemanden. Könnt ihr euch denken. Warum er jetzt im 11. Jahr seiner Vier-Jahres-Perlode ist, sich aber schon seit mehr als fünf Jahren weigert, Wahlen abzuhalten? Weil er Angst hat, er würde gegen Hamas verlieren.

Mit oder ohne Wahlen, die „Westbank“ könnte über Nacht an Hamas fallen. Dann könnte Feuer auf Tel Aviv, den Ben-Gurion Flughafen und das ganze städtische Kernland Israels fallen – wie es immer wieder von Gaza auf Südisrael fällt, je nachdem wie es der Hamas behagt, die den Gaza-Streifen schon in einen palästinensischen Terrorstaat verwandelt hat.

Jedes arabisch-israelische Friedensabkommen würde von Israel gefährliche und unumkehrbare territoriale Konzessionen in der „Westbank“ erfordern – wofür es Versprechungen und Garantien erhalten würde. Bei den gegenwärtigen Verhältnissen wären sie in den Sand geschrieben.

Israel ist von kriegslüsternen Terroristen im Sinai, Hamas in Gaza, Hizbullah im Libanon, IS- und iranischen Verbündeten in Syrien und einem freundlicheren, aber zerbrechlichen Jordanien im Osten umgeben. Die Israelis haben keine Ahnung, wer in all diesen Gebieten den Sieg davontragen wird. Wird der Islamische Staat (IS) bis an die israelische Grenze vordringen? Werden die Revolutionären Garden des Iran auf den Golanhöhen erscheinen? Niemand weiß es.

Schön und gut, sagen die Kritiker, aber Israel könnten internationale Garantien gegeben werden. Garantien? Vielleicht solche wie das Budapest Memorandum von 1994, in dem die Vereinigten Staaten, England und Russland die „territoriale Integrität‘ der Ukraine garantierten? Oder wie die Rote Linie in Syrien? Oder wie die einstimmigen UNO-Resolutionen, die jede iranisclie Anreicherung von Uran für illegal erklärten – die jetzt völlig nichtig sind?

Der Frieden erfordert drei Dinge: eine eventuelle Anerkennung eines jüdischen Staates; einen palästinensischen Leiter, der bereit ist, einen Vertrag zu unterzeichne, der auf dieser Prämisse beruht; ein Minimum an regionaler Stabilität, die es Israel erlauben würde, verhängnisvolle Rückzüge zu riskieren, die solch ein Vertrag beinhalten würde.

Ich glaube, solch ein Tag wird einmal kommen. Aber es besteht keine Chance, dass es jetzt oder in naher Zukunft kommen könnte. Das ist im Grunde das, was Netanyahu am letzten Donnerstag sagte, als er seine Erklärung, dass es keinen palästinensischen Staat in seiner Amtsperiode geben würde, weiter ausführte und vertiefte.

In der Zwischenzeit verstehe ich die niederschmetternde Enttäuschung der Obama-Regierung und ihrer Media-Pudel über den spektakulären Erfolg des ausländischen Leiters, den sie mehr als jeden anderen auf diesem Planeten verabscheuen. Das daraus folgende Brodeln und Blubbern ist zwar verständlich, aber unpassend und ungehörig. Netanyahu anzuklagen, dass er Frieden ablehnt und vertreibt, ist jedoch geistlos.

(Charles Krauthammer  ist ein amerikanischer Kolumnist, Autor, politischer Kommentator und Arzt. Seine wöchentliche Spalte erscheint weltweit in mehr als 400 Zeitungen.)

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