Wie ich der „Jüdische Allgemeine“ vom 10. September 2009 entnehmen konnte, hat Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelischen Kultusgemeinde Nürnberg und Mitglied des SPD-Stadtrats in Nürnberg, in der ersten Septemberwoche 2009 seine beiden Bundesverdienstkreuze (1980 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1989 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse) zurückgegeben. Hamburger, *1923 in Nürnberg geboren, emigrierte 1939 allein über Italien nach Palästina, diente in der britischen Armee und war als Dolmetscher an den Nürnberger Prozessen tätig. Seit 60 Jahren engagiert er sich gegen Rechtsextremismus und wurde immer wieder dafür von Alt – und Neonazis angefeindet und beschimpft.
Über die Verleihung des Bundesverdienstkreuz an Felicia Langer im Juli 2009 hat Arno Hamburger am 24. Juli in einem Brief an den Bundespräsidenten Hort Köhler Protest erhoben – im Interview wörtlich: „mit einer wie Felicia Langer habe ich nichts gemein. Ich kann und will nicht die gleiche Auszeichnungen tragen, mit den Frau Langer geehrt wurde.“ 5 Wochen hatte er auf eine Antwort aus Berlin gewartet – noch bevor am 04. 09.2009 dann eine Antwort zu seinem Brief kam, dessen Inhalt Hamburger akzeptiert und bedankt sich beim Bundespräsidenten und dem Chef des Bundespräsidialamtes dafür „dass meine Gefühle verstanden wurden und dass man versucht hat, die Umstände der Verleihung zu erklären.“ Arno Hamburger hat in die Tat umgesetzt, was er zum Thema ausgesprochen hatte – Hochachtung muss ihm dafür ausgesprochen werden – denn die Entscheidung dazu war mit Sicherheit keine leichte für ihn!
AhuvaIsrael hat selber am 27. 07. 09 einen Brief an den Bundespräsidenten Horst Köhler geschrieben. Wie ich bereits vorher ankündigte gebe ich hier diesen Brief und die Antwort, vom Bundespräsidialamt an mich vom 04. 09.09. zum Nachlesen frei:
Abgelegt unter : Anti-Semitismus/-Zionismus/-Israelismus | Mit Tag(s) versehen: Arno Hamburger und seine Bundesverdienstkreuze
